der Hottenlocher Hof

Eine kleine Chronik der Ereignisse

Ende 2019

Die letzte Verlängerung unseres langjährigen Pachtvertrages läuft aus.

Dezember 2019

Treffen mit dem Verpächter zur Verhandlung eines neuen Pachtvertrags: Eine moderate Pachterhöhung wird beschlossen. Über einen Passus zur Entschädigung des Pächters für wertsteigernde Maßnahmen an der Pachtsache am Ende der Pachtzeit herrscht Uneinigkeit.

Januar 2020

Es gibt eine gemeinsame Hofbegehung von uns mit dem Verpächter und seinen Söhnen. Wir bekommen eine „Mängelliste“ - Aufräumarbeiten, Instandsetzungen und Renovierungsarbeiten werden zur Voraussetzung für eine Verlängerung des Pachtvertrags. Ungeklärt bleibt die Frage, welche der geforderten Arbeiten tatsächlich rechtlich in der Zuständigkeit der Pächter liegen und welche originäre Aufgabe des Verpächters sind. Das Gutachten eines Sachverständigen zur rechtlichen Klärung der jeweiligen Pflichten wird vom Verpächter kategorisch ausgeschlossen.

März 2020

Unter massivem Druck unterschreiben wir einen Zwischenvertrag (gültig bis Ende 2020), der uns zu den oben aufgeführten Arbeiten verpflichtet, ein Zeitplan mit monatlichen Kontrollbesuchen wird vereinbart. Nicht klar ist, wie der künftige Pachtvertrag aussehen wird, dessen Neuverhandlung auf Nov 2020 festgelegt wird, vorausgesetzt die Arbeiten werden zur Zufriedenheit des Verpächters und seinen Söhnen erledigt.

April – Juli 2020

Die Arbeiten werden angegangen, wir räumen aus und auf, bessern aus, streichen… Bei monatlichen Kontrollbesuchen werden der Fortgang der Bemühungen protokolliert. Bei monatlichen Kontrollbesuchen werden der Fortgang der Bemühungen und etwaige zeitliche Rückstände protokolliert.

Anfang August 2020

Uns wird mitgeteilt, dass am nächsten Tag eine Hofbesichtigung mit einem Interessenten für eine Neuverpachtung stattfinden wird. Wir sind mehr als überrascht und erhalten dann im Nachgang ein Schreiben des Verpächters, dass unsere Anstrengungen nicht für ausreichend befunden wurden und das Pachtverhältnis zum Jahresende beendet wird.

August -September 2020

Es gibt Gespräche mit den Söhnen unseres Verpächters, wann und zu welchen Konditionen wir den Hof zu verlassen haben – nach Ihren Vorstellungen zum Ende des Jahres und ohne finanzielle Ablösung der von uns geschaffenen Mehrwerte an der Pachtsache. Auch der Heimfall des Erbbaupachtvertrags für das rote Wohnhaus wird geltend gemacht. Wir – zwei Pächterfamilien nebst Großmutter, eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn und 3 Lehrlinge – sollen innerhalb von 4 Monaten den Betrieb auflösen, unsere Hausstände zusammenpacken und sehen, was wir mit unseren Tieren anfangen.

September 2020

Wir lassen uns anwaltlich beraten und stellen die Gültigkeit des Zwischenvertrags in Frage. Sollte dieser nämlich ungültig sein – und es spricht wohl einiges dafür, dass dies der Fall ist – hätte sich der ausgelaufene Vertrag automatisch in ein unbefristetes Pachtverhältnis umgewandelt.

Oktober 2020 – Januar 2021

Es gibt mehrfach neue Verhandlungen über eine Pachtfortsetzung, mal mit Familie Hahn, mal mit Familie Zulic – die Pachthöhe steigt, die angebotenen Pachtdauer sinkt. Eine Einigung kommt nicht zustande. Gleichzeitig erscheint in verschiedenen Medien eine Ausschreibung des Hottenlocher Hofes zur Neuverpachtung und mehrere Interessenten werden über den Hof geführt.

November 2020

Der Verpächter fordert in einem Schreiben andere Flurstückeigentümer, die ihre Flächen an uns verpachtet haben, auf, ihre Pachtverträge mit uns zu kündigen, damit sie zukünftig für einen Nachpächter des Hotterlochs verfügbar wären.

Januar 2021

Der Verpächter reicht die Räumungsklage ein.

Aktuell

Unsere Anwältin ist derzeit mit der Klageerwiderung befasst.

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